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28.05.2019, 23:29 Uhr

Stellungnahme zum Meinungsartikel des Südkuriers

Der SÜDKURIER hat heute einen Kommentar zu unserer neuen Fraktion gepostet - noch hinter der Paywall. Darin wurden die Tauglichkeit unserer Kandidaten und die Entscheidung unserer Wähler hinterfragt. Hier unsere Antwort:

 
 

Selbstverständlich steht es der Presse frei, das Wahlergebnis der CDU in Konstanz kritisch zu beleuchten. Im Kommentar, der heute online publiziert wurde, werden Fragen an die CDU gestellt, zu denen wir hiermit Stellung beziehen:

 
Zur ersten Frage, ob die Union die falschen Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt hat, sagen wir ganz klar: Die CDU Konstanz steht zu jeder und jedem einzelnen ihrer Kandidatinnen und Kandidaten und wir sind stolz und dankbar, sie für unsere Liste gewonnen zu haben. Sie sind allesamt Konstanzerinnen und Konstanzer, die sich bereit erklärt haben, für ihre Stadt Verantwortung zu übernehmen, und zwar unabhängig von Alter, Beruf, Geschlecht, Herkunft oder Stadtteil. Sicher wünschen wir uns mehr als 30% Frauen und junge Menschen auf unserer Liste, aber diese Merkmale sind nicht die einzigen Kennzeichen für Ausgewogenheit und politische Kompetenz, wie die allseitige Wertschätzung für den amtierenden 71jährigen Ministerpräsidenten eindrucksvoll beweist. Grundsätzlich aber können Menschen, die ihre Namen und ihre Person für die Demokratie in die Öffentlichkeit bringen, niemals „falsche“ Kandidaten sein, wie es im Kommentar suggeriert wird.
 
Die zweite Frage danach, ob die Wähler falsch entschieden haben, sowie die Darstellung des Wahlergebnisses als „Bankrotterklärung“, richtet sich gegen die Wählerinnen und Wähler selbst. Davon distanzieren wir uns, denn sie sind in der Demokratie der Souverän, der nun aus unserem Angebot ausgewählt hat, und wir sind für jede einzelne Stimme dankbar. Die Entscheidung haben wir zu respektieren und zweifellos zu analysieren. Dabei zeigt das Ergebnis auch eines: Die Wählerinnen und Wähler haben ihr Kreuz sehr bewusst gemacht, denn sie haben die Liste intensiv verändert. Den eindrucksvollsten Beweis dafür liefert der Südkurier selbst: Claudia Zähringer schaffte den Sprung vom letzten Listenplatz bis weit nach vorne. Das gelingt nur durch aktiven Wählerwillen. Die CDU verwahrt sich in diesem Zusammenhang nachdrücklich dagegen, Frau Zähringers Wahlergebnis mit Verweis auf ihr ehrenamtliches Engagement als „Treppenwitz“ zu verspotten. Vielmehr zeigt ihr Ergebnis, dass die Wählerinnen und Wähler es schätzen, wenn nicht nur Politprofis auf den Listen kandidieren. Das haben wir immerhin mit den anderen Listen gemeinsam.
Im Übrigen erhielten Heike Rawitzer, Claudia Zähringer und Sarah Seidel jeweils mehr absolute Stimmen, als viele gewählte Gemeinderätinnen und -räte auf anderen Listen. Selbstverständlich wird die CDU das Wahlergebnis selbstkritisch analysieren, was bereits am Wahlabend begonnen hat. Aber die Kandidaten und die Wählerschaft werden wir dafür nicht zur Rechenschaft ziehen.