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Dr. Fabio Crivellari
Funktion:
Stadtverbandsvorsitzender
51, Historiker, Geschäftsführer im Bereich Lehrerbildung, Uni Konstanz, CDU-Vorsitzender. Schwerpunkte: Bürgerbeteiligung, Bildung, Integration. „Politik beginnt mit Respekt vor dem Wählerauftrag.“

Kandidatensteckbrief


Warum kandidierst du für den Gemeinderat?

Weil ich mich für Themen wie Bildung, Kultur und Bürgerbeteiligung einsetzen will, meine Vorstellungen dazu einbringen möchte und gerne auch kontrovers diskutiere. Dabei will ich trotz mancher gegensätzlicher Standpunkte auch parteiübergreifend an optimalen Lösungen für unsere Stadt arbeiten. Dabei kann ich die Erfahrung aus vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements in der Politik einbringen.

 

Warum kandidierst du bei der CDU?

Schon als Jugendlicher habe ich mich in der Jungen Union Konstanz leidenschaftlich für jugendpolitische Anliegen engagiert. Dabei habe die sachlichen Debatten in der Union immer geschätzt. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass es Zeiten gab, in denen ich der CDU den Rücken gekehrt habe. Seit 2011 bin ich wieder Mitglied und aktiv, weil es mir wichtig, ist, dass auch das bürgerliche Lager in unserer Stadt im Gemeinderat gut vertreten ist. Zugleich ist für mich die CDU die Volkspartei, die in der Gesellschaft breit verankert ist und deshalb auch meine politische Heimat.

 

Was würdest du dir im Gemeinderat anders wünschen?

Das Ehrenamt muss mit Familie und Beruf besser vereinbar sein. Deshalb: weniger Fensterreden, mehr Debattendisziplin, kürzere Redezeiten. So klappt es auch mit kürzeren Sitzungszeiten. Da können übrigens alle Räte einen Beitrag leisten, auch jene, die sich derzeit gerne beschweren.

 

Wo in Konstanz bist du am liebsten?

Überall am Seeufer, besonders gerne aber vorn am Stadtgarten, weil man dann den See je nach Sicht mal mit und mal ohne Horizont wie das Meer erleben kann.

 

Was magst du an Konstanz?

Ich mag die enge Nachbarschaft von Stadt und Land, den Wechsel von Metropole und Umland mit alle ihren jeweiligen Angeboten an Freizeit, Kultur, Natur und auch den Menschen.

 

Was stört dich am meisten an Konstanz?

Die schnelle Erregung über alles mögliche, selbst wenn es sich nur um Geraune handelt. Dabei finde ich, dass die Art der Auseinandersetzung oft unangenehme Formen annimmt, wenn man mit Fleiß Empörungsorgien und Untergangsszenarien feiert. Hier wünsche ich mir, dass sich mehr badische Gelassenheit dagegen stellt, und dass wir auf das bauen, was zusammenhält: Die gemeinsame Leidenschaft für diese Stadt und ihre Gesellschaft. Daraus muss das Interesse folgern, zusammen an Lösungen zu arbeiten.

 

Was machst du in deiner Freizeit?

Neben dem politischem Engagement befasse ich mich mit Geschichte und Medien. Für mich als Historiker kommen da Beruf und Freizeit bestens zusammen. Ich bin aber auch ausgesprochen gerne mit Freunden und Bekannten zusammen, mit denen ich mich über Filme und Serien unterhalte. Über solche Themen kommt man immer schnell ins Gespräch.

 

 

Was kannst du besonders gut?

Ich mag es, gemeinsam mit anderen Ideen und Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Ob ich es auch gut mache, müssten andere beantworten.

 

Was kannst du nicht so gut?

Verkünden, was ich besonders gut kann.

 

Welches Thema in Konstanz liegt dir besonders am Herzen?

Wir haben eine Reihe drängender Themen, die immer wieder genannt werden und die bearbeitet werden müssen. Zum Beispiel Bildung: Das betrifft von der frühkindlichen Bildung über Kitas und Schulen bis zur Volkshochschule nahezu alle Lebensbereiche. Und jeder kann etwas dazu erzählen. Bildung muss fit machen für die Zukunft und das bedeutet für mich, die Menschen für eine selbstbestimmten Umgang mit der Gesellschaft vorzubereiten. Da kann auch eine Kommune viel leisten, z.B. in der Verknüpfung von Digitalisierung und pädagogischen Konzepten.

 

Warum sollte ein Jugendlicher dich wählen?

Weil ich seit meiner Zeit im Konstanzer Schülerparlament, in der SMV oder in der Jungen Union die Anliegen von Jugendlichen ernst nehme. Und weil ich gerade deshalb weiß, dass das Engagement von Jugendlichen nicht nur ein offenes Ohr, sondern das Miteinander der Generationen braucht. Wer nur für die eigene Generation denkt, denkt zu kurz.

 

Warum sollten ältere Menschen dich wählen?

Aus dem gleichen Grund, aus dem Jugendliche mich wählen können: Ich nehme die Themen von Senioren wahr und ich nehme sie ernst. Aber auch sie sind nur gemeinsam lösbar. Das Thema Pflege beispielsweise betrifft aber alt und jung gleichermaßen, allerdings in unterschiedlichen Rollen. Gleichzeitig sorgen sich auch ältere Menschen um Verkehr, Umwelt, Wohnen, Sicherheit.

 

Warum sollte man dich überhaupt wählen?

Weil ich ganz persönlich einen offenen Politikstil pflege, der nicht die Konfrontation um ihrer selbst willen sucht, sondern Lösungen auch über Parteigrenzen hinweg anstrebt – von Radikalen abgesehen. Das schließt die Auseinandersetzung in der Sache nicht aus.